Wenn die Abwehr allerdings geschwächt ist, können die Hefepilze in ihre H-Form (Hyphe = Pilzfaden) übergehen, die Scheidenschleimhaut oder andere Gewebe infizieren. Das passiert beispielsweise häufig nach einer Antibiotikatherapie, beim Vorliegen einer Immunschwäche-Krankheit wie Aids oder großer psychischer Belastung, etwa durch Stress. Auch ein schlecht eingestellter Diabetes, sowie hormonelle Schwankungen durch Schwangerschaft oder die Einnahme der Antibabypille begünstigen Scheidenpilz.

Die Pilze besiedeln entweder direkt Haut und Schleimhaut von Scheide, Mundhöhle oder Eichel, oder sie gelangen über den Magen-Darm-Trakt dorthin. Meist leben sie dort mit anderen Mikroorganismen im Gleichgewicht. Die Scheide besiedeln zum Beispiel hauptsächlich Milchsäurebakterien. Sie produzieren Milchsäure, wodurch ein saures Milieu entsteht: Der pH-Wert der Scheide liegt normalerweise bei unter 4,5. Zusammen mit dem Immunsystem hält das die Hefepilze davon ab, sich übermäßig zu vermehren.
Die meiste Zeit ist Vulvovaginalkandidose einfach mit einer antimykotischen Creme oder Zäpfchen zu behandeln. Das Medikament sollte deine Symptome innerhalb von sieben Tagen lindern. Während der Schwangerschaft solltest du jedoch vor Beginn der Behandlung deinen Arzt aufsuchen. Du kannst bestätigen, dass du tatsächlich eine Hefe-Infektion hast und sicherstellen, dass du eine Behandlung erhälst, die während der Schwangerschaft sicher ist.
Da Juckreiz und Ausfluss aber auch Folge einer bakteriellen Störung (bakterielle Vaginose) oder Trichomoniasis sein können, sollte in jedem Fall ein Frauenarzt aufgesucht werden, um die tatsächliche Ursache abzuklären. Solange der Auslöser für die Beschwerden nicht geklärt ist, wird von einer Selbstbehandlung mit freiverkäuflichen Mitteln abgeraten. Studien haben nämlich ergeben, dass eine Selbstdiagnose durch die Patientin in mindestens zwei Drittel der Fälle falsch war!
Ibuprofen wird empfohlen (Walker, 2017, S. 600), um die Entzündung, die Schwellung und die Schmerzen zu lindern. Die Dosierung sollte hoch genug sein, damit Stillen trotz Schmerzen möglich ist. Sie sollte mit der behandelnden Ärztin, Hebamme oder Laktationsberaterin festgelegt werden. Nicht sinnvoll sind jedoch lokale Betäubungsmittel (z.B. Lidocain-Salben). Diese stören den Milchspendereflex und wirken auch auf das Kind.
Einen ersten Candida-Test können Sie morgens auf nüchternem Magen durchführen. Wenn Sie bei sich eine übermässige Candida-Belastung vermuten, dann können Sie Ihren Arzt bitten, eine entsprechende Untersuchung durchzuführen. Doch gibt es auch Candida-Tests, die online bestellen und in Ruhe zu Hause durchführen kann. Zur Auswahl stehen zwei unterschiedliche Tests, die nicht nur nach Candida fahnden, sondern entweder die Darmgesundheit insgesamt im Auge haben (Gesundheitscheck Darm Stuhltest) oder den Zustand der Darmflora überprüfen (Florastatus Stuhltest). Beim Gesundheitscheck Darm Stuhltest werden sämtliche Parameter getestet, die mit der Darmgesundheit in Zusammenhang stehen, z. B. Florastatus, Pilzbelastung, Zustand der Darmschleimhaut, Entzündungswerte, Verdauungsrückstände, Verdauungsqualität, pH-Wert etc. Beim Florastatus Stuhltest wird nur die Zusammensetzung der Darmflora inkl. einer möglichen Pilzbelastung überprüft. Beiden Tests liegt alles Erforderliche zur Probenentnahme inkl. eiiner genauen Anleitung bei. Sie senden die Stuhlprobe dann an das angegebene Labor und erhalten binnen weniger Tage das Ergebnis per Post.
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