Der Begriff Hefe-Infektion wird immer weithin bekannt; In der Vergangenheit wurde das Konzept vor allem mit Frauen in Verbindung gebracht, aber heute gibt es wächst das Bewusstsein, dass auch Männer Opfer des gleichen Zustand sein kann. Krankheiten wie Fettleibigkeit und Diabetes mellitus wurden als einige der führenden ursächlichen Faktoren von Hefe-Infektion bei Männern aufgezeichnet.

Invasive Candida-Infektionen sind immer als lebensbedrohliche Erkrankungen einzuordnen. Aus den frühen 80er-Jahren sind Letalitätsraten von über 70 % dokumentiert [29, 30]. In jüngeren Studien liegt die erregerbezogene Letalität behandelter invasiver Candida-Infektionen ohne Berücksichtigung des Lebensalters zwischen 15 und 50 % [31–37]. Faktoren, die mit einer hohen Letalität assoziiert sind, umfassen: 1) die persistierende Candidämie, 2) eine viszerale Dissemination, 3) eine persistierende Granulozytopenie und 4) ein verzögerter Beginn einer adäquaten systemischen antimykotischen Therapie [2, 29, 38–42].
Bei Darmpilz handelt es sich meist um Hefen der Gattung Candida albicans. Die Hefepilze bauen Kohlenhydrate aus der Nahrung zu Kohlendioxid und Fuselalkoholen ab. Durch das Gas kommt es zu Blähbauch, Völlegefühl und Schmerzen im Darmbereich. Dauert die Belastung mit Fuselalkoholen länger an, können sie die Leber schädigen. Die Candida-Hefen produzieren einen speziellen Giftstoff, der erst vor kurzem identifiziert wurde und Symptome wie Migräne oder Gelenkbeschwerden auslösen kann.
In der überwiegenden Zahl der Fälle ist der Hefepilz Candida albicans für das Krankheitsbild einer Vaginalmykose verantwortlich. In der Zeit der Geschlechtsreife vor der Menopause und während der Schwangerschaft verursacht er 85 bis 95 % der Scheidenpilzinfektionen. Entsprechend selten – vorwiegend während der Wechseljahre bzw. in der Menopause danach, bei Patientinnen mit Diabetes oder einem allgemein geschwächten Immunsystem – geht die Erkrankung auf andere Pilzarten zurück. Eine Besiedlung des Intimbereichs mit Candida albicans ist nicht nur bei Patientinnen mit akuter Infektion nachweisbar. In geringer Zahl ist der Hefepilz auch auf der Scheidenhaut gesunder Frauen zu finden.
Candida albicans ist ein Hefepilz, der zu der Standardbesetzung" von Haut und Schleimhaut gehört und eigentlich harmlos ist, der sich aber unter bestimmten Umständen übermäßig vermehren kann und zu einem krankheitsauslösenden, schädlichen Keim wird und die oben beschriebenen Symptome eines Soor (= Erkrankung durch Candida albicans, auch Candidose genannt, [...] engelhard-am.de
Antwort: Das stimmt. Aber wenn bereits Abwehrschwächen bestehen, dann unterstützen Probiotika aus Bakterien mit immunstimulierender Wirkung das Immunsystem zusätzlich. Bakterien aus der Darmflora, aber auch die über Medikamente verabreichten Mikroorganismen werden durch die intakte Darmwand geschleust. Dadurch werden Abwehrzellen aktiviert, sogenannte T- und B-Lymphozyten. Dazu müssen die Keime nicht leben. Für die Stimulation reichen bestimmte Strukturen an der Zelloberfläche der Darmbakterien aus. Die Lymphozyten wandern über die Lymph- und Blutbahnen auch in alle anderen Organe, die mit Schleimhäuten ausgekleidet sind, wie Atemwege, Harnwege, Speichel- und Brustdrüsen, und produzieren dort Abwehrstoffe, das heißt Antigene. Aus diesem Grund können mit Probiotika, die geschluckt werden und eigentlich über den Darm wirken, auch Atemwegsinfekte behandelt werden. Die verschiedenen Organe, die mit Schleimhaut ausgekleidet sind, der sogenannten Mukosa, stehen ganz eng in einem funktionellen Zusammenhang. Deshalb spricht man auch vom Mukosa-Immunsystem.
Leider bleiben häufig auch die Kleinsten nicht von der Pilzinfektion verschont und da ihr Immunsystem noch nicht voll ausgebildet ist, kann sich ihr Körper noch schlechter dagegen wehren als dies bei Erwachsenen der Fall ist. Viele werdende Mütter haben kurz vor der Geburt in der Scheide Hefepilze, wodurch sich entsprechend viele Babys bereits im Geburtskanal mit Hefepilzen aus der Scheide anstecken.
Graue Haare werden neben Falten der Haut als eindeutiges Zeichen des Alterungsprozesses wahrgenommen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die ersten grauen Strähnen von den Betroffenen oft als sehr belastend empfunden werden. Allerdings sind graue Haare nicht nur eine natürliche Begleiterscheinung des Alterns, sondern können auch bei jüngeren Menschen auftreten. Zu welchem Zeitpunkt sie sich […]
Professor Dr. Peter Mayser ist seit 1993 Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten. 1995 wurde Peter Mayser zum Oberarzt am Zentrum für Dermatologie und Andrologie der Justus Liebig Universität Giessen ernannt. 1999 habilitierter er sich. Von 1999 bis 2004 war Peter Mayser leitender Oberarzt am Zentrum für Dermatologie und Andrologie der Justus Liebig Universität Giessen. Ab 2001 war Peter Mayser Leiter der Poliklinik des Zentrums für Dermatologie und Andrologie der Justus Liebig Universität Giessen. 2004 wurde er zum außerplanmäßigen Professor am Fachbereich Humanmedizin der Justus Liebig Universität Giessen ernannt. 2005 wurde er kommissarischen Leiter des Zentrums für Dermatologie und Andrologie in Giessen. Ab 2009 war er dort wieder als leitender Oberarzt tätig. Peter Mayser erhielt 1999 den Nachwuchsförderpreis und 2003 den Forschungsförderpreis der "Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft".
Hefepil­ze kom­men nicht frei in der Natur vor. Im Gegen­satz zu Schim­mel­pil­zen und Der­mato­phy­ten ist der Can­dida­pilz auf einen leben­den Wirt ange­wie­sen, der selbst gar nicht spür­bar unter der Infek­ti­on lei­den muss. Spe­zi­ell der Hefepilz wird meist von Mensch zu Mensch, (Schmier­in­fek­tio­nen, Küs­sen, Geschlechts­ver­kehr), aber auch von Tie­ren (Hun­de, Kat­zen, Pfer­de, Hüh­ner …) auf den Men­schen über­tra­gen. Bei immer wie­der­keh­ren­den Infek­tio­nen soll­te also auch der Part­ner unter­sucht und ggf. behan­delt wer­den, um ein stän­di­ges unter­ein­an­der Infi­zie­ren zu ver­hin­dern.
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Pilze gehören als Teil der Scheidenflora zu den ständigen Bewohnern der Vagina und des Darmes. Sie sind als Saprobionten in der Regel für den Körper ungefährlich. Unter bestimmten Bedingungen kann sich jedoch eine Art Pilze, meist Arten des Candida-Stammes, schnell vermehren und eine Infektion auslösen, die Kandidose genannt wird. Durch Neutralisierung des Vaginal-pH-Werts wird diese Vermehrung möglich. Mögliche Ursachen für diese pH-Wert-Änderung sind geschwächte Abwehrkräfte, Stress, Hormonschwankungen, enge und luftundurchlässige Kleidung, Geschlechtsverkehr, falsche Intimhygiene, einige Grunderkrankungen wie z. B. Zuckerkrankheit oder auch bestimmte Arzneimittel, vor allem nach Antibiotikatherapie, die die natürliche Vaginalflora schädigen.
Ein intaktes Immunsystem ist natürlich entscheidend, um Candida in die Schranken weisen zu können. Durch eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, das Mineralstoffe, Vitamine, Antioxidantien und andere Vitalstoffe enthält, stärkt unser Immunsystem auf natürliche Weise. Wie bereits weiter oben erwähnt ist auch die Darmgesundheit ein entscheidender Faktor für eine funktionierende Abwehr. Ein gesunder Darm mit einer intakten Darmflora ist die Grundlage für ein gesundes Immunsystem. Halten Sie Ihren Darm beispielsweise mit einer Darmreinigung sauber, dann hat eine Candida Infektion keine Chance. Lesen Sie hier mehr zum Thema Darmreinigungen.
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